Allgemeine Informationen zu “Cellulite”

Sehr viele Frauen leiden unter Cellulite, Schwangerschaftsstreifen oder Orangenhaut. Die allgegenwärtige wenig ansehnliche Veränderung der Haut der Oberschenkel, des Pos oder des Bauches bringt die Hersteller von Pflegeprodukten immer wieder dazu, den Markt mit neuen Wundermitteln zur Behandlung von Cellulite zu überschwemmen. Schon die ständigen neuen Präparate, die gegen Cellulite helfen sollen, zeigen, dass eine Abhilfe mit diesen Mitteln nicht wirklich effektiv ist. Es gibt aber einige Möglichkeiten, gegen Cellulite, Orangenhaut und Schwangerschaftsstreifen vorzugehen.

Die Entstehung der Schwangerschaftsstreifen ist leicht verständlich. Die Schwangerschaft ist mit einer extremen Dehnung der Haut und damit auch des Bindegewebes der Haut verbunden. Die unschönen Streifen entstehen, wenn durch diese Dehnung die Gefäße des Blutkreislaufes durch die Haut hindurchschimmern. Die Schwangerschaftsstreifen konzentrieren sich auf die Stellen des Körpers, an denen es zu einer besonders starken Beanspruchung des Bindegewebes kam. Solche Beanspruchungen treten übrigens nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch bei besonders starken kurzfristigen Belastungen, etwa durch übertrieben sportliche Aktivitäten, auf. Häufig wird empfohlen, die Schwangerschaftsstreifen oder die Cellulite durch eine Behandlung mit Lasertechnik zu entfernen. Ob es sich hierbei wirklich um das Mittel der Wahl handelt, sei dahingestellt, eine entsprechende Beratung kann nur der Hautarzt bieten. Wesentlich ist, dass Cellulite mit einer Beanspruchung des Bindegewebes zusammenhängt.

Dem Aussehen der Epidermis, also dem Teil der Haut, der an der Außenseite des Körpers sichtbar ist, wird viel Aufmerksamkeit geschenkt. Unreinen Stellen, Fältchen und winzigen Verfärbungen wird mit allerlei Cremes, Tinkturen und Lotionen zu Leibe gerückt. Die äußere Hautschicht wird also insbesondere von Frauen sehr intensiv gepflegt. Dem Bindegewebe dagegen wird kaum jemals Beachtung geschenkt. Dabei handelt es sich hier um einen funktionalen Organteil, der für eine ganze Reihe von Stofftransporten zuständig ist. Bei diesen Stoffen handelt es sich nicht nur um Nährstoffe, Sauerstoff und andere nützliche Substanzen. Auch alle Giftstoffe, von unbeabsichtigt aufgenommenen Umweltgiften bis zu den freiwillig eingeatmeten oder geschluckten Genussgiften, gelangen in das Bindegewebe. Diese Stoffe werden zu großen Teilen im Bindegewebe wie in einer Art Depot gespeichert. Die Giftstoffe und schädlichen Substanzen beanspruchen hierbei zwangsläufig einen Teil des Volumens des Bindegewebes, sodass für die erwünschten und benötigten günstigen Substanzen weniger Raum zur Verfügung steht. In der Folge entsteht im Bindegewebe eine starke Übersäuerung, die sich auf viele Prozesse im Körper ungünstig und gesundheitsschädlich auswirkt. Eine augenscheinliche Auswirkung hiervon sind Cellulite und Orangenhaut, die sich bei Störungen und Übersäuerungen des Bindegewebes bilden.

Ein gutes und einfaches Mittel dagegen sind spezielle sanfte Massagen. Durch solche Massagen werden die Schlacken in der Bindehaut schneller abgeführt und Cellulite, Schwangerschaftsstreifen und Orangenhaut können reduziert werden. Eine weitere einfache Möglichkeit der Übersäuerung des Bindegewebes zu begegnen besteht darin, ihm Flüssigkeit zuzuführen. Hierzu sollte eine große Menge Wasser getrunken werden, empfohlen werden zwei bis drei Liter pro Tag. Da der Körper auch ohne schweißtreibende Aktivitäten etwa einen bis eineinhalb Liter Wasser täglich über die Haut abgibt, steht dem Bindegewebe oftmals zu wenig Flüssigkeit zur Verfügung. Dem sollte mit einer ausreichenden Zufuhr von Wasser begegnet werden, um die Konzentration schädlicher Stoffe im Bindegewebe zu reduzieren.

Die Übersäuerung im Bindegewebe kann bei zu starker Schadstoffkonzentration zu Ausfällungen führen, die dann an der Körperoberfläche als Cellulite oder Orangenhaut sichtbar werden. Da die Cellulite also durch Prozesse im Körperinneren beeinflusst wird, ist die Anwendung von Präparaten, die auf die äußere Hautschicht wirken, nicht sehr erfolgversprechend. Stattdessen ist es wesentlich wirksamer, der Übersäuerung des Bindegewebes zu begegnen. Hierzu sollten Lebensmittel mit hohem Säureanteil vermeiden werden. Die Neutralisation der Säure und die Abfuhr der schädlichen Stoffe aus dem Bindegewebe können außerdem durch die Zufuhr von basischen Mineralstoffen unterstützt werden. Hierzu kann es sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel, die basische Mineralstoffe enthalten, aufzunehmen.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung von Cellulite besteht in der Anwendung eines wechselnden Druckes. Hierbei handelt es sich vom Funktionsprinzip um eine technische Abwandlung der bereits erwähnten Massage des Bindegewebes. Bei der Druckbehandlung wird der Körperbereich, an dem die Therapie erfolgen soll, also in der Regel der Unterkörper, in einer Vakuumröhre einem Wechsel von Über- und Unterdruck ausgesetzt. Dies kann zu einer Beschleunigung der Transportprozesse im Bindegewebe beitragen und so gegen Cellulite helfen.

Ebenfalls auf die Beschleunigung des Stofftransportes zielen Maßnahmen ab, die die Lymphe beeinflussen. Das Lymphsystem ist grundsätzlich dazu geeignet, Schadstoffe aus dem Bindegewebe abzuführen. Im Gegensatz zum Blutgefäßsystem, dem mit dem Herzen ein “Hochleistungsmotor” für Transportvorgänge zur Verfügung steht, arbeitet das Lymphsystem passiv. Es muss also durch Muskelbewegungen angeregt werden, weshalb auch sportliche Betätigung gegen Cellulite-Erscheinungen gut einzusetzen ist. Zur Unterstützung können auch Lymphdränagen herangezogen werden.

Cellulite, Schwangerschaftsstreifen und Orangenhaut sind also keine simplen kosmetischen Beeinträchtigungen der Haut. Vielmehr sind sie die äußeren Zeichen eines inneren Ungleichgewichtes. Die Beseitigung dieses Ungleichgewichtes kann durch Massagen, Sport, eine gesunde säurearme Ernährung, viel Flüssigkeit und die Zufuhr basischer Minerale erfolgen. Hierdurch wird nicht nur die Cellulite angegangen, sondern der gesamte Organismus wird gestärkt. Die Bekämpfung der Cellulite mit den aufgeführten Maßnahmen wirkt sich positiv auf den gesamten gesundheitlichen Zustand der Frau aus.

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